Outing: Manuel Krauthausen, Eschweiler

Verwaltungsrechtstreit Krauthausen

Manuel Krauthausen (Fotos) war bis Ende 2014 sogenannter "Beamter auf Widerruf" im Polizeidienst des Landes NRW. Weil er sich immens des rassistsichen Mobbings schuldig gemacht hat, ist er durch den Aachener Polizeipräsidenten entlassen worden. Das Verwaltungsgericht Aachen hat diese Entlassung mit Urteil vom 30.04.2015 unter dem Aktenzeichen 1 K 2241/14 für rechtmäßig erklärt. Das rechtskräftige Urteil ist online einsehbar. 

Darin heißt es unter anderem, dass die von Manuel Krauthausen in sozialen Netzwerken verbreiteten Bilder hochgradig rassistisch waren: 

 

"Insofern handelt es sich bei den geposteten Bildern und dem Wortbeitrag, die der Beklagte (der Polizeipräsident, Anm. des Autors) in seine Beurteilung der charakterlichen Eignung des Klägers (Manuel Krauthausen, Anm. des Autors) eingestellt hat, nicht nur um "unterirdische" Geschmacklosigkeiten, deren Verbreitung ‑ auch in dem begrenzt zugänglichen Chat des Ausbildungslehrgangs ‑ vom Dienstherrn nicht geduldet werden können. Vielmehr hätte außerhalb dieses Chatrooms insbesondere das Bild "American History X, the game" den Anfangsverdacht einer Straftat (§ 86a StGB) begründen können. Damit besitzen die vom Kläger geposteten Bilder und Nachrichten im Zusammenhang betrachtet das nach der Rechtsprechung geforderte hinreichende Gewicht für die Annahme, dass er die für einen Polizeivollzugsbeamten erforderliche charakterliche Eignung nicht besitzt. Dies gilt auch mit Blick darauf, dass die Bilder und Wortbeiträge nicht von ihm erstellt, sondern "nur" weitergeleitet und vergleichbare Bilder und sonstige Inhalte von den Mitgliedern der Chat-Gruppe in großen Mengen und offensichtlich häufig ohne hinreichende Reflexion ihrer Inhalte verbreitet worden sind. Denn auch bei einer hierdurch abgesenkten Hemmschwelle zur Teilnahme ist von einem Kommissaranwärter die Fähigkeit zur Selbstkontrolle auch dann zu erwarten, wenn seine Gesprächs- oder Chatpartner diese vermissen lassen. Diese Eigenschaft ist für seinen späteren Beruf als Polizeibeamter unerlässlich und muss deshalb auch bereits im Vorbereitungsdienst unter Beweis gestellt werden."


In der Presse wurde der entlassene Polizeianwärter noch halb-anonymisiert als "Manuel K." tituliert. Am Aushang vorm Gerichtssaal  im Zusammenhang mit dem o.g. Aktenzeichen war sein Nachname allerdings voll zu lesen (siehe Foto vom Aushang). 

 

Nach wie vor ist Manuel Krauthausen unbehelligt im öffentlichen Leben engagiert. Ende 2015 berichtete die Presse darüber, dass er beim KG Lätizia Blaue Funken in der Artillerie Weisweiler als männlicher Part eines Tanzpaars agiert. Auch im Rahmen der "Tanzkorps Hoeppenkroetsch" ist er im Netz auf Fotos präsent.  Auch verfügt er über ein Facebook-Profil mit Bildern (facebook.com/MKKrauti?fref=ts).

 

Oft bewerben sich gescheiterte Polizei-Anwärter*innen bei Security-Diensten. So kommt es vor, dass sogar Rassist*innen z.B. mit dem "Schutz" von Flüchtlingsheimen beauftragt werden. Sollte sich Manuel Krauthausen in diesem Bereich bewerben, ist Alarm zu schlagen!

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Ich war mit Manuel Krauthausen in einer Schulklasse und fand ihn immer sehr, sehr sehr rassistisch. Allerdings gibt es viele von seiner Sorte im Polizeidienst. Der Unterschied zwischen ihm und anderen rassistsischen Polizist*innen ist der, dass er im Gegensatz zu seinen Ex-Kolleg*innen seinen Rassismus deutlich unverblümter zur Schau getragen hat. Andere sind etwas "geschickter" (was sie nicht ungefährlicher macht).

Bei Manuel Krauthausen hat sich der Rassismus mit einer Naivität i. S. v. Unverblümtheit geppaart, sodass er schlichtweg leichter zu "entlarven" gewesen ist. Darum hatte er in der Schule auch mehr Ärger mit linken Lehrern als diejenigen, die ihren Rassismus subtiler zu verstrecken vermochten.

Ansonsten ist Manuel - neben rassistisch - auch außerordentlich sexistisch. Das passt auch zu seinem Einsatz in den Tanzkoprs, wo es sehr militaristisch und frauenfeindlich zugeht (wobei sich viele Frauen aus unserer Kleinstadt da dummerweise bereitwillig mitmachen). Ich meine mich zu erinnern, dass Manuel auch immer bei archaischen Jagd-Touren im Hürtgenwald dabei war und auf unschuldige Tiere geschossen hat.

Zugang zu Waffen hat er möglicherweise also auch ungeachtet seiner Entlassung aus dem Polizeidienst.  

Manuel trainiert im gleichen Fitnessstudio wie ich. Widerlicher Nazi-Typ. Der hat in der Umkleide einen Schwarzen, der kein deutsch konnte, hinterrücks als "N...." bezeichnet und oft auch homophob rumgepoltert.

Bei uns in der Gegend waren die Postings von Manuel und seinen Leuten lange Zeit Thema, weil das ja auch durch die Lokalpresse gegangen war. Hab grad mit einem mich getroffen, der ihn sehr gut kannte und damals einige der Postings ausgedruckt hat und mir gerade gezeigt hat.

 

Hier ein paar Details: 

 

Wie im verlinkten Urteil des VG Aachen korrekt benannt, hat Manuel das Bild "American History X" verbreitet. Was da daruf zu sehen ist, sollt Ihr besser mal selbst googeln, ich will es hier nicht direkt verlinken, es ist zu schrecklich (da wird ein "Schwarzer" von einem "Weißen" totgetreten und das ganze wird verherrlicht).

 

Noch schlimmer, insbesondere bei Manuel, war die Homophobie. Er wollte den von ihm als "Schwuchtel" titulierten Justin Bieber töten lassen. "Wo ist Breiwik, wenn man ihn braucht?", hatte Manuel über einem Foto eines Konzerts von Justin Bieber geschrieben.

 

Manuel postete auch, dass man Homosexualität wieder verbieten sollte und meinte, dass alle Schwulen "Dreck am Strecken" hätten (perfide Andeutung). Er würde jeden CSD am liebsten anstatt beschützen lieber "niederknüppeln" lassen. 

 

Allerdings muss ich einräumen, dass Manuel eher eine Art "Bauernopfer" gewesen ist. Es waren viele andere seiner Polizeikollegen mit drin verwickelt, auch wenn man es denen nicht so genau nachweisen konnte (nicht alle hatten Profile mit Klarnamen).

 

Ja, Manuel hat sich tatsächlich zuletzt im Security-Bereich beworben. DAs ist schlimm. Aber noch schlimmer ist, dass vieler seiner Kollegen, die ebenfalls homophob und rassistisch sind, noch immer im Polizeidienst sind.

 

Es ist zwar richtig, dass Manuel hier geoutet wird. Man darf aber dabei nicht vergessen, dass er nur die Spitze des Eisberges war.