Update # 4 - Zum bundesweiten Aktionstag gegen Repression

22 maerz berlin

Vorweg ein Statement zu dem Tagesspiegelartikel:

Wir haben keine Gespräche mit den Bullen geführt! Vielmehr ist die Routenänderung über die Spree für uns völlig indiskutabel. Die Änderung würde den Bullen zu viele Möglichkeiten eröffnen. Also nochmals, wir gehen auf keinen Fall über die Spree! Wichtig ist, dass wir am Samstag geschlossen, pünktlich und zügig losgehen (siehe Demokonzept).


Der Auftaktsort wird vor der Kirche an der Thussneldastraße sein, von dort wollen wir dann die angemeldete Route gehen. Seid am Samstag entschlossen und vorallem solidarisch, das heißt wir wollen keine Gefangenen zurücklassen!

 

Gestern, am 19.03.14, erschien im „Tagesspiegel“ ein Artikel, in dem
behauptet wird, wir hätten uns mit den Repressionsbehörden an einen
Tisch gesetzt, um unser Anliegen zu verhandeln. Und es wird behauptet,
wir hätten uns gütlich auf eine Route geeinigt, die nicht der von uns
veröffentlichten Route entspricht.


Fakt ist jedoch, dass es KEINE VORGESPRÄCHE VON UNS MIT DER POLIZEI gab.
Wir haben weder der von der Polizei vorgeschlagenen Route zugestimmt
noch werden wir die uns über die Presse vermittelte Route akzeptieren.
Wir haben uns entschieden, unsere Route zu laufen, um unsere Solidarität
gegen ihre Repression an Orten zu demonstrieren, an denen Repression
gegen uns alle konkret greifbar ist. Die von der Polizei propagierte
Route nimmt uns wesentliche Adressaten unserer Wut. Deshalb halten wir
auch an der von uns veröffentlichten Route fest.


Wir begreifen das Vorgehen der Polizei mit Hilfe der Presse
offensichtliche Falschmeldungen zu verbreiten als Provokation. Wir
fordern alle auf, die am 22.3. ihre Solidarität gegen Repression
demonstrieren wollen, den Veröffentlichungen der Polizei und ihren
medialen Helfershelfer_innen keinen Glauben zu schenken. Informationen
von uns zur Demonstration findet ihr auf unserem Blog. Alle anderen
Informationen kommen nicht von uns und wir betrachten sie als Mittel der
Repressionsbehörden, bereits im Vorfeld Einfluss auf unsere
Demonstration zu nehmen. Das werden wir nicht akzeptieren.


Unser Aktionstag startet am 22.3. um 16:00 Uhr mit einer Kundgebung an
der Thusnelda-Allee vor der Heilandskirche am U-Bahnhof Turmstraße.
PÜNKTLICH UM 17:00 UHR startet dort die Demo entlang der von uns
veröffentlichten Route.

 

Weitere Updates:

 

20. MÄRZ - BERLIN
Podium: Freiheit für Joel, Josef, Adel und all die Anderen!
Infos 20:00 - Bandito Rosso [Lottumstraße 10A]

 

21. MÄRZ - BERLIN

Vokü und Info mit letzten Updates für die Demo

Infos 19:30 - Lunte [Weisestr. 53]

 

21. MÄRZ – HAMBURG

Neue Antirep-Kneipe mit: EA, Out Of Action, Prisoner Support und Rote Hilfe -Hamburg

Infos 19:30 - Ha­fen­Vo­kü [St. Pauli Hafenstr. 116]

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die Bullen haben in HH gelogen, nun lügen sie in Berlin!
spannend zu sehen, wie Vorgespräche über Tageszeitungen ausgetrage werden...
vlt. meldet ja der Tagesspiegel die antireressions-demo an?!?

jetzt erst recht.
das ist unser Tag!

im Tagesspiegel steht ja auch das die bullen mit "randale" rechnen.... dann kommen wieda viele mit helm, extra kosten entstehn, da will die springer u.a. "presse"  auch die "richtigen" bilder.... bullen werden (mal wieder) prompt "liefern" ... so wie in FFM

 

am besten viele muttis mit kind und clowns kommen... das sieht dann "besser" aus....

achja, und wir erinnern uns an den maidan, mal sehn ob sie über uns genauso frOIndlich schreiben wie über die faschos .....

Nachdem die Bullen heute erneut bestätigt haben, dass es nur die von Ihnen genehmigte Route geben wird, d.h. nicht über Alt Moabit und Kirchstrasse, sondern zuerst über die Stromstrasse und über die Spree in die Wallachei in Richtung Hansaviertel, und klar ist , dass diese Route von der Demo nicht akzeptiert wird, dürfte ein Szenario wie am 22.12. in HH nicht unwahrscheinlich sein.

 

Nach wenigen Metern könnte die Demospitze auf einen Bullensperrriegel an der Ecke Stromstrasse/Alt Moabit treffen. Versuche, die Demo auf der ursprünglichen Route durchzusetzen, werden von den Bullen mit massiver Gewalt unterbunden. D.h. dann Kämpfe mit den Bullen, die eigentliche Demo ist wie in HH vorbei, bevor sie richtig angefangen hat.

 

Abgesehen davon, dass das erneut ein Argument für die Kritik ist, solche Demos überhaupt anzumelden, ergibt sich daraus dann auch ein mögliches Kesselszenario wie in Hamburg, da der Auftaktort der Demo relativ leicht mit massiven Bullenkräften zu umzingeln ist.

 

Bitte nutzt daher die noch verbliebende Zeit, euch mit den örtlichen Gegebenheiten vertraut zu machen, wenn das noch nicht geschehen ist.

 

Denkt bitte auch daran, dass Moabit eine Insel ist, es gibt darauf nur 2 U Bahnhöfe, die beide dicht gemacht werden können, sowie einen weiter entfernten S Bahnhof, die Anzahl der Brücken ist auch überschaubar. Auswärtige sollten unbedingt Stadtpläne dabei haben.

 

Take care, bis Samstag

Was auch immer Morgen passiert:ich wünsche uns allen schon mal viel Erfolg für den Aktionstag.Im Endeffekt können wir alle nicht hellsehen und müssen abwarten wie sich die Bullen verhalten,auch wenn das schon relativ absehbar ist.See you there.

Unsere Solidarität gegen ihre Repression!