Vortrag : WillPotter - Green is the new red

Vortrag mit dem US-Journalisten Will Potter über Repression und Verfolgung von politischen Bewegungen am Beispiel der Tierrechtsbewegung.

 

Will Potter, unabhängiger Journalist, spezialisiert auf den “Kriegen gegen den Terror”, vor allem auf die Repressionen gegen Umwelt- und Tierrechtsaktivisten, ist am 06.Juni in Düsseldorf im "Linkes Zentrum - Hinterhof" und hält einen Vortrag über Repression und fiktiven Antiterrorismus und stellt zeitgleich sein Buch "Green is the new red" vor, in dem es um die Ausarbeitung eines neuen Staatsfeindes in Form der Tierrechts-und Tierbefreiungsbewegung geht und diese auf eine Stufe mit dem "Kommunistischen Feind" im kalten Krieg gesetzt werden, den es mit allen Miteln zu vernichten gilt.

Der Vortrag wird in englischer Sprache stattfinden, kann aber bei Bedarf auch teilweise oder durchgehend übersetzt werden.

Will Potter - Green is the new red :
http://www.youtube.com/watch?v=TPh8FnqtJuY&feature=player_embedded

Homepage:
http://www.greenisthenewred.com/blog/

Für (warme) vegane Verpflegung ist gesorgt.

Veganer Fortschritt Düsseldorf:
http://veganer-fortschritt.de/


Linkes Zentum - Hinterhof, Corneliustraße 108, 40215 Düsseldorf

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Am 6.6.2012 laden wir für eine Lesung von Will Potter ins Linke Zentrum Hinterhof in Düsseldorf (Corneliusstraße 108) ein. Ab 19 Uhr gibt es Vokü und ab 20 Uhr beginnt die Lesung.

Will Potter berichtet über die amerikanische Tierrechts- und Ökologiebewegung. Momentan ist er mit seinem Buch “green is the new red” auf Tour. Den Ankündigungstext könnt Ihr hier nachlesen:

 

 

In den USA und zunehmend in Europa gerät die Ökologie- und Tierbefreiungsbewegung ins Fadenkreuz der Staatsapparate und Chef-Etagen der Konzerne. Der freie Journalist, Autor und Betreiber des Informationsportals greenisthenewred.com Will Potter aus Washington D.C. zeigt in seinem 2011 publizierten Buch Green is the New Red anhand langjähriger Recherchen zur Geschichte der US-amerikanischen Ökologie- und Tierrechtsbewegung, wie ein Netzwerk aus staatlichen Behörden, Medien, Interessenverbänden, Think Tanks und Unternehmen zum konzertierten Schlag gegen den „number one domestic terrorism threat“ (FBI) ausgeholt hat.

Mit vereinten Kräften geht es – ganz im Sinne westlicher „Sicherheits“-Doktrinen – mit einem Bündel aus medialen, rechtlichen, politischen und ökonomischen Kampagnen und Maßnahmen gegen jene „grünen“ Bewegungen vor, die sich nicht mit einem „Green New Deal“ abspeisen lassen wollen. Während die Washington Post sie öffentlich zur „eco-al-Quaeda“ stempelt und das FBI nach „eco-terrorists“ fahndet, diktieren Lobbygruppen der Fleisch- und Holzindustrie den US-Regierungen Gesetze in die Feder, die aus legalem politischem Protest Verbrechen machen. AktivistInnen schmoren unterdessen im Land von Freiheit und Demokratie ohne Kontakt zur Außenwelt in einem Sondergefängnis, das nicht zu Unrecht den Beinamen „Klein-Guantanamo“ trägt.

Die Repressalien in der westlichen Welt treffen heute – wie einst die „roten“ demokratischen und sozialistischen Bewegungen – nahezu jeden Versuch oppositioneller Praxis, gleichgültig wie qualifiziert er ist, und jeden noch so zögerlichen Widerstand, der den kapitalistischen Betriebsablauf nur geringfügig stört.

Will Potter kritisiert aber nicht nur die Reaktionen der politischen Klasse und wirtschaftlichen Eliten auf die erfolgreichen Strategien der Ökologie- und Tierbefreiungsbewegung, die an den Grundfesten eines Systems rütteln, das vor allem eine gigantische Aktiengesellschaft zur Ausbeutung der Natur ist. Er dokumentiert mit seiner Arbeit auch den Prozess der autoritären Anpassung westlicher Demokratien an die Erfordernisse einer krisenhaften, von gewalttätiger Konkurrenz und Klassenherrschaft getriebenen kapitalistischen Gesellschaftsordnung.